15 Dezember 2017

Alfa Romeo Weltmeisterauto von 1950 in Ehrenhalle der Formel 1 aufgenommen

Weltmotorsportverband FIA eröffnet in Paris „Hall of Fame" mit den berühmtesten Rennfahrzeugen aus der Geschichte der Formel 1. Alfa Romeo Tipo 158 gewann den Titel in der Premierensaison 1950 der Weltmeisterschaft. 2018 kehrt Alfa Romeo zusammen mit dem Team Sauber in die Formel 1 zurück.

 

Frankfurt, im Dezember 2017

Wenn Alfa Romeo in der Saison 2018 zusammen mit dem Schweizer Team Sauber in die Formel-1-Weltmeisterschaft zurückkehrt, knüpft die italienische Marke an eine große Tradition in der höchsten Klasse des internationalen Motorsports an. Ein Teil davon ist in der offiziellen „Hall of Fame" des Motorsportweltverbandes FIA zu sehen, die jetzt in Paris eröffnet wurde (Place de la Concorde). Zu den Ausstellungsstücken gehört der Alfa Romeo Tipo 158, mit dem Nino Farina 1950 die erste jemals ausgerichtete Formel-1-Weltmeisterschaft gewann. Der unter dem Spitznamen „Alfetta" berühmt gewordene Renner ist eine Leihgabe des Alfa Romeo Werksmuseums „La macchina del tempo" (auf Deutsch Zeitmaschine) in Arese. In dem ehemaligen Produktionswerk in der Nähe von Mailand macht FCA Heritage, die für die Historie der Marken von Fiat Chrysler Automobiles (FCA) zuständige Abteilung, legendäre Serienfahrzeuge, Rennautos und Prototypen der Öffentlichkeit zugänglich. (www.museoalfaromeo.com).

Alfa Romeo kehrt 2018 in die Formel 1 zurück
Die Aufnahme des Alfa Romeo Tipo 158 in die Ehrenhalle der FIA kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Rückkehr der italienischen Traditionsmarke in die Formel 1 nach einer Pause von drei Jahrzehnten bevorsteht. Das neu formierte Alfa Romeo Sauber F1 Team tritt 2018 in der Weltmeisterschaft an. Die Fahrzeuge des Schweizer Rennstalls werden die markanten Farben und das Logo von Titelsponsor Alfa Romeo tragen. Die Kooperationsvereinbarung umfasst darüber hinaus strategische, kommerzielle und technologische Aspekte in allen Bereichen der Entwicklung, darunter den Zugriff auf das Know-how von Alfa Romeo und die Erfahrungen der Techniker von Alfa Romeo. Die Partnerschaft eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für beide Organisationen sowohl in der Formel 1 wie auch im Automobilsektor generell.

Alfa Romeo Tipo 158, der erste Weltmeister in der Geschichte der Formel 1
Grand-Prix-Rennen gab es seit 1906. Doch die heute bekannte Formel 1 als offizielle Weltmeisterschaft wurde erst 1950 gegründet. Erster Weltmeister wurde der italienische Alfa Romeo Werksfahrer Nino Farina mit dem Tipo 158. Dieser Monoposto (einsitzige Rennwagen) hatte mit einem Hubraum von nur 1,5 Liter einen deutlich kleineren Motor als die Alfa Romeo Rennwagen der Vergangenheit und erhielt deswegen den Spitznamen „Alfetta", übersetzt etwa kleiner Alfa. Weiterentwickelt zum Tipo 159, gewann die „Alfetta" auch die Formel-1-Weltmeisterschaft 1951, jetzt mit dem Argentinier Juan Manuel Fangio am Lenkrad.

Die „Alfetta" beschloss damit eine erstaunliche Karriere. Das Konstruktionsprinzip stammte nämlich schon aus den späten 1930er Jahren. Zu dieser Zeit entwickelte sich Alfa Romeo zu einem Großunternehmen, hauptsächlich im Bereich der Schwerindustrie und des Flugzeugbaus, immer stärker aber auch auf dem Automobilsektor. Bei Sportwagen-Rennen gehörten die schnellen Fahrzeuge aus Mailand in dieser Epoche regelmäßig zu den Siegern. Für Direktor Ugo Gobbato, ein Ingenieur, war die Rückkehr in den Grand-Prix-Rennsport unumgänglich. In der schon damals weltweit höchsten Motorsport-Klasse hatte Alfa Romeo 1925 mit dem Tipo B die erste jemals ausgerichtete Automobil-Weltmeisterschaft gewonnen. Das offizielle Werksteam Alfa Corse wurde 1938 gegründet mit der Aufgabe, einen neuen Grand-Prix-Rennwagen zu entwickeln.       

Für das Team rund um Ingenieur Gioacchino Colombo gab das für 1940 verkündete Grand-Prix-Reglement den Rahmen vor. Erlaubt waren demnach Motoren mit maximal 1,5 Liter Hubraum. Colombo entschied sich für einen Reihen-Achtzylinder mit fortschrittlichen zwei Nockenwellen und Aufladung durch einen Roots-Kompressor. Das Triebwerk leistete ursprünglich 143 kW (195 PS), doch schon 1939 stieg die Leistung auf 165 kW (225 PS). Damit war eine Höchstgeschwindigkeit von für die Zeit beeindruckenden 232 km/h möglich. Getriebe und Differential bildeten an der Hinterachse eine Einheit. Dieses Prinzip ist noch heute als sogenannte Transaxle-Bauweise bei Sportwagen gebräuchlich.

Die offizielle Wettbewerbspremiere erlebte der Alfa Romeo Tipo 158 beim Coppa Ciano 1938, wo Werksfahrer Emilio Villoresi die sogenannte Voiturette-Klasse gewann. Weitere Klassensiege unter anderem beim Großen Preis von Mailand und beim Großen Preis von Tripolis folgten, bevor der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs internationale Motorsportaktivitäten beendete. 1947 kehrte Alfa Romeo mit dem Tipo 159 in den Grand-Prix-Sport zurück. Dank jetzt zweistufigem Kompressor stieg die Leistung des Achtzylinder-Motors auf 202 kW (275 PS). Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h war die „Alfetta" das überlegene Grand-Prix-Auto jener Zeit und feierte zahlreiche Siege.

1950 war das Geburtsjahr der Formel-1-Weltmeisterschaft. Alfa Romeo gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Drei Tipo 158, inzwischen 257 kW (350 PS) stark, wurden den Werksfahrern Giuseppe „Nino" Farina, Juan Manuel Fangio und Luigi Fagioli anvertraut. Das in der Szene als „die drei F" bekannte Trio war so erfolgreich, dass Alfa Romeo Konstrukteur Giuseppe Busso sagte: „Das größte Problem war, zu entscheiden, wer Weltmeister werden sollte." Beim allerersten Formel-1-Rennen der Geschichte, dem Großen Preis von Großbritannien am 13. Mai 1950 in Silverstone, starteten die drei Alfa Romeo Werkspiloten zusammen mit dem britischen Privatfahrer Reg Parnell in einem weiteren Tipo 158 aus der ersten Startreihe, die in diesem Fall von vier Fahrzeugen belegt wurde. Farina siegte vor Fagioli und Parnell. Im Verlauf der Saison gewann das Alfa Romeo Werksteam sechs von sieben Rennen. Nur beim 500-Meilen-Rennen in Indianapolis stand keiner der „drei F" auf dem Siegerpodest - weil alle europäischen Werksteams dem USA-Grand-Prix fernblieben, war er eine rein amerikanische Angelegenheit. Farina und Fangio gewann jeweils drei Rennen. Der Weltmeistertitel ging schließlich an Farina, Fangio wurde vor Fagioli Vize-Weltmeister.

1951 musste sich Alfa Romeo des immer stärker werdenden Ferrari Werksteams erwehren. Der Tipo 158 wurde zum Tipo 159 weiterentwickelt. Mit überarbeiteter Hinterachse und größeren Kompressoren, durch die der Achtzylinder nun mehr als 294 kW (400 PS) leistete, feierte die „Alfetta" noch einmal vier Siege. Alfa Romeo Werkspilot Juan Manuel Fangio wurde Weltmeister vor Ferrari Star Alberto Ascari. Am Ende der Saison 1951 zog sich Alfa Romeo aus der Formel-1-Weltmeisterschaft zurück. Nach mehreren befristeten Engagements in den Jahrzehnten danach, sowohl als Konstrukteur als auch als Motorenlieferant, kehrt Alfa Romeo 2018 erneut in die Formel 1 zurück.   

 

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Kontakt:

Sascha Wolfinger
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